Das Glück ist nur ein „i“ entfernt


Vom Leben und Lieben. Zwei nicht trennbare, essenzielle Begriffe.

Liebe, das Eine, was alles ist.
Und Leben, die Liebe in Aktion.

Ja, damit wäre aus meiner Sicht schon alles gesagt, wenn ich da nicht diese Überschrift gewählt hätte. :) Das Glück ist also nur ein „i“ entfernt. Schön. Als mir diese Überschrift gekommen ist, fand ich das wirklich schön. Denn das Leben braucht wirklich nur ein „i“, damit es zum Lieben wird.

Sehe ich das Leben als das, was es ist, erkenne ich auch die Liebe in allem. Das Leben, also unsere Erfahrungen, ist ja irgendwie die Brücke zur Liebe. Idealerweise haben wir eine erste Berührung mit der Liebe in unserer Kindheit erfahren. Ich weiß, das ist leider nicht bei jedem so. Das ist bei vielen im Übrigen ein Grund dafür, warum sich das Lieben als Erwachsener so schwierig gestalten kann. Die Art und Weise, wie ich als Kind Beziehung vorgelebt bekomme, hat enormen Einfluss darauf, wie ich später Beziehungen führe und wie fähig ich dazu bin, zu lieben bzw. mich lieben zu lassen. Wenn ich das bei mir so anschaue, frage ich mich auch manchmal, welche Erfahrungen ich gemacht habe.

Was bedeutet das, wenn ich schreibe: „das Leben sehen als das, was es ist“? Diese Frage. Wie oft habe ich mir diese Frage gestellt. Was ist das Leben? Ich verstehe das Leben nach meinem aktuellen Erkenntnisstand so:

Alles ist Liebe. Liebe ist Gott, das Eine, der Ursprung von Allem, die Quelle, die Schöpfung… Liebe auf weltlicher Ebene ist die Erinnerung an das Göttliche. Ich meine nicht die weltliche Deformation von Liebe, nicht diese an Bedingungen und Erwartungen und Missbrauch geknüpfte menschliche Version. Ich meine die Liebe, die als erkennende und fühlende Fähigkeit durch den Sinn in allem wandert. Die Liebe, die mich den Prozess erkennen lässt. Die mich über mich hinauswachsen lässt. Die Liebe, die mich eins sein lässt und mir nicht das Gefühl von Trennung gibt.
Dieser Prozess, diese Dynamik des Wachstums und der Selbsterforschung der Schöpfung über uns, als Teil von ihr, beschreibt diesen Begriff „Leben“. Leben ist deswegen aus meiner Sicht die Liebe in Aktion und die einzige Konstante, welche wir innerhalb der Polarität erfahren können. Alles darum ist der ewige Prozess der Gegensätze und des Ungleichgewichts von Kommen und Gehen, Wachen und Schlafen, Verwickeln und Entwickeln etc.

Je mehr ich in der Lage bin, die Zusammenhänge und Umstände zu durchschauen, umso mehr komme ich im Leben an. Je mehr ich im Leben ankomme, umso tiefer erfahre und realisiere ich, was Lieben bedeutet. Ich liebe das Leben und ich übe mich darin das Lieben zu leben. Das „i“ wird meine Erinnerung daran. :)

In Liebe
Andreas

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