Parallele Welten


Es ist gar nicht so einfach, annehmen zu können, dass es parallele Welten gibt. Und das, obwohl sie aus meiner Sicht allgegenwärtig sind. Das einfachste Beispiel ist das Radio oder der Fernseher. Bei beiden können wir aus den vielen Sendern wählen, die wir empfangen, aber nur jeweils einen hören oder sehen. Die anderen bleiben trotzdem potenziell erhalten und für uns abruf- bzw. einstellbar. Wir entscheiden uns für das, was wir sehen oder hören wollen. Den Unterschied machen nur die Frequenzen, auf denen sie übertragen werden. Das sind genau genommen parallele Welten. Potenziell da und gleichzeitig scheinbar nicht da. Aber, wieso fällt es dann vielen Menschen, bezogen auf größere Zusammenhänge wie unser Universum, so schwer an Paralleluniversen oder gar Multiversen zu glauben?


Vielen fällt es ja generell schwer an etwas zu glauben, was nicht „wissenschaftlich“ belegbar oder rational erklärbar ist. Schon das Glauben an sich ist oft ein Problem. Das finde ich mittlerweile problematisch. Zumindest dann, wenn ich mich weiterentwickeln möchte. Denn, es bleibt mir ja gar nichts anderes übrig, als erst einmal zu glauben. Ob das nun Inhalte aus einem Buch, einer Reportage oder eines Redners sind. Mein gewohnter geistiger Bewegungsradius erweitert sich dann am ehesten, wenn ich mich für etwas öffne. Und trotzdem ist es ok und wichtig skeptisch zu bleiben und die Dinge zu hinterfragen – so lange, bis die eigenen Erfahrungen den Glauben in Wissen gewandelt haben. Alle großen Entdecker, Erfinder und Entwickler haben an etwas geglaubt. Und wer mal genau bei sich schauen mag, kann erkennen, dass jeder an etwas glaubt – ob er will oder nicht. Auch an nichts zu glauben, ist ein Glaube.

 

Als ich noch den Großteil meiner Lebenszeit orientierungslos im Karussell der gesellschaftlichen Verpflichtungen und Abhängigkeiten mitgefahren bin, blieben mir diese Welten natürlich verschlossen, da sie per se für mich nicht wahrnehmbar waren. Mein eingestellter Sender war stets der gleiche. Ganz zu schweigen davon, dass ich an ein Paralleluniversum oder Multiversum hätte glauben können. Zum Glück drehte sich das Karussell irgendwann so schnell, dass es mich hinausgeschleudert hat und ich mich besinnen musste/konnte. Oder erst mal üben musste, was Besinnung bedeuten kann. Danke, das war sehr gut.

Was ich damit sagen möchte, ist, es braucht eine Bereitschaft oder einen inneren Ruf oder einen Wink des Lebens durch eine besondere Situation, damit etwas Neues im Leben Einzug halten kann – ein neuer Sender eingestellt wird.

 

Ok, weiter mit den parallelen Welten … Wenn die Frequenz ein Schlüssel für die verschiedenen Wahrnehmungen ist, dann erklärt das wieder einmal, warum Meditation sehr hilfreich sein kann. Denn, durch die Verschiebung der Wahrnehmung in die Bereiche der z.B. Theta- oder Deltawellen, eröffnen sich ganz neue, nee alte … ok, ewige Welten.

Zugleich war die Meditation und meine Erkenntnisarbeit mit mir sehr, sehr hilfreich, um mich von meiner verstaubten minderdimensionalen Perspektive zu befreien. Dadurch wurde Erfahrungen möglich, durch die ich für mich erlebt habe und nun weiß, dass das Konzept unserer gewohnten Sicht auf Dinge enorm ausbaufähig ist. 

 

Wir kommen aus der Einheit (Non-Polarität), erfahren uns in der Zweiheit (Polarität) und entwickeln uns durch Erkenntnis zurück zur Einheit. Über den Sinn dahinter möchte ich, wenn es passt, auch noch zwei Worte verlieren.

 

Im Übrigen ist das auch oft eine Hürde in der Kommunikation mit Menschen, die ihren spirituellen Weg gehen. Ein polar denkender Mensch kann mit den Berichten aus der Einheit eben erst dann etwas anfangen, wenn er seine Erfahrungen damit gemacht hat. Bis dahin klingen die Erzählungen wahrscheinlich wie Fantasie, Hirngespinste oder Mysterien. Nachvollziehbar. 

 

Danke fürs Lesen und eine gute Zeit wünscht

 

Andreas

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