Bedanken zum Jahreswechsel


Vor nun fast zwei Jahren habe ich das erste Mal was in meinem Blog mit euch geteilt. Das waren Gedanken zum Jahreswechsel. Heute möchte ich das in „Bedanken zum Jahreswechsel“ ändern und die folgenden Zeilen all jenen widmen, die mich auf meinem Weg begleiten, reflektieren, ermuntern, bestärken, akzeptieren, lehren, unterstützen, erinnern und mit mir lachen, weinen und lieben.


Der Grund ist wunderbar. Dieses Jahr war wunderbar. Es mangelte ihm nicht an Herausforderungen und Freuden und Tränen. Es war intensiv, berührend, erkenntnisreich und in allen Facetten sinnvoll. Sehr oft fühle ich Vollkommenheit.

Dankbarkeit ist für mich ein Moment der Vollkommenheit. In ihm finde ich die ganze Freude, Erinnerung und den übergeordneten Sinn. Dankbarkeit schenkt das Gefühl von Geborgenheit und Urvertrauen. So ist es ein Geben und Nehmen zwischen der Schöpfung und mir. Ich spüre das alles zur richtigen Zeit am richtigen Platz ist. Ich verschenke mich entwaffnet der Liebe und die Liebe beschenkt mich mit dieser Erinnerung. Im großen Vergessen ist das nicht unwichtig. Dankbar sein zu können ist deswegen weit mehr als nur die Worte auszusprechen. Tiefe aufrichtige Dankbarkeit erinnert mich sozusagen an die Verbindung zwischen Gott und mir. An mich als göttlichen Funken und individuellen Ausdruck von ihm … so weit reicht die Dankbarkeit. Das ist wirklich schön.

Ich bin vielen Menschen überaus dankbar. Allen voran meiner Partnerin, Freundin und Lehrerin Maria. Ich kenne keinen Menschen, der so viel Geduld mit mir hat, irgendwie immer an mich glaubt, mich an meine dunkelsten Winkel bringt, um dort das Licht anzumachen, der immer zuhört und bei dem ich lerne, mich wirklich einzulassen und zu vertrauen. Und vor allem dran zu bleiben. Sie ist die andere Seite der Medaille. Bin ich blind, kann sie sehen. Bin ich im Zweifel, ist sie die Klarheit. Tost bei mir das Meer, ist sie mein Leuchtturm. Und habe ich Hunger, kocht sie was :) … Späßchen … Abgesehen davon, kann sie wirklich toll kochen. Ich kenne niemanden, der so unbequem sein kann und der mich so stark aus meiner Komfort-Zone geholt hat. Darauf habe ich mich eingelassen. Und ich bin sehr froh darüber, denn diese Beziehung hat jetzt schon ein besonderes Miteinander erreicht … und da ist noch ordentlich Luft nach oben. Maria, ich danke dir. Ich liebe dich.

Ich bin meinen Kindern überaus dankbar. Allen Dreien: Luisa, Marlene und Frida. Jede ist auf ihre Weise wunderbar. Jede hat ihren Weg, durch den ich so viel lernen kann. In ihnen sehe ich meine Veränderung, meine Ängste, meinen Schmerz, meine Liebe, meine Freude und meine Verantwortung. Ich sehe die Dinge, die ich früher gemacht und für richtig gehalten habe. Ich sehe die Veränderungen durch mein Erwachen und ich bin so … naja … stolz ist nicht das richtige Wort. Ich freue mich so sehr über die Entwicklungen meiner Mädels. Und über meine. Heute mache ich sehr vieles anders und es fühlt sich wesentlich richtiger an. Ich habe das Gefühl, ein guter, lernender und offener Papa zu sein. Das kann ich von mir sagen. Ich danke euch drei Süßen. Ich liebe euch. Dieser Absatz ist gedacht um so vieles länger, als das, was hier steht…

Ich bin meinen Freunden überaus dankbar. Ich muss feststellen, ich kenne wirklich eine Menge Menschen und zu jedem habe ich eine besondere Beziehung. Manche kenne ich schon mein ganzes Leben und viele sind in letzten Jahren in mein Herz gewandert. Ich hatte und habe so viel Unterstützung, Selbstlosigkeit und Zuwendung genossen, dass jeder Versuch der Beschreibung zu wenig wäre. Ich liebe euch und danke euch so sehr.

Ich bin meinen Arbeitskollegen überaus dankbar. Es sind eher Freunde als Arbeitskollegen. Es ist auch wie eine Familie. Ein eigener Organismus, in den ich mich voll integriert fühle. Wir verbringen ja auch wirklich viel Zeit miteinander. Und auch hier ist es so, dass ich so viel Unterstützung und Selbstlosigkeit erfahre. Ich habe mich an noch keiner Arbeit so wohl gefühlt. Ich liebe jeden Einzelnen, dafür, dass er so ist wie er ist.

Ich bin mir überaus dankbar. Ich freue mich darüber, dass ich mich so auf mich einlassen kann. Dass ich immer wieder mutig bin und meine Erkenntniswanderung fortsetze. Ehrlich gesagt, gibt es auch kein Zurück mehr. Das fände ich auch echt seltsam. Denn so viel Tiefe und Lebensqualität, wie ich derzeit schon genießen kann, würde ich gegen nichts eintauschen wollen.
Ich habe gerade so gedacht: Und ich danke dir, Gott. Und dann habe ich gezweifelt: Sollte ich das wirklich schreiben? Mit dem Zweifel fühle ich gerade so etwas wie sehr große Demut. Nicht unterwürfig. Eher aufrecht und echt kann ich sagen: Ich bin dir, Gott, dankbar nah.

Das war schön. Das ist schön. Der Text fühlt sich fertig an.

Ich wünsche allen eine besinnlich-sinnvolle Zeit
Andreas

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